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Verhinderungspflege

Sicherstellung der Pflege bei Ausfall des pflegenden Angehörigen

In der häuslichen Pflege durch Angehörige ist eine 24 Stunden rund um die Uhr Präsenz des Pflegenden unmöglich. Die Pflegenden müssen selbst zum Arzt, zum Friseur, ins Krankenhaus oder einfach nur einmal zum Ausspannen in den Urlaub.

Damit der pflegebedürftige Mensch auch trotz Verhinderung des Pflegenden gut und optimal versorgt wird, kann die sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Dabei müssen die pflegenden Angehörigen nicht zwingend einen Grund für die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege angeben.

Finanziell stehen Ihnen (Stand 2015) zur Verhinderungspflege, unabhängig von der Pflegestufe jährlich 1.612,00 Euro für maximal 28 Tage zur Verfügung. Die Leistungen der Verhinderungspflege müssen nicht am Stück, sondern können über das Jahr verteilt genommen werden. Auch wenn Sie sich für das Pflegegeld anstatt für die Inanspruchnahme von Sachleistungen entschieden haben sollten, haben Sie trotzdem Anspruch auf die Leistungen eines professionellen Pflegedienstes. Die Leistungen sind jedoch zeitlich und finanziell begrenzt. Wir beraten Sie gerne zu Ihrem Leistungsanspruch und unseren Leistungen.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme

Gründe für die Inanspruchnahme können sein: Urlaub, Krankheit, Rehamaßnahmen, aber auch ein Theaterbesuch, Teilnahme an einem Pflegekurses. Ansonsten gelten folgende Voraussetzungen:

  • Es muss eine Pflegestufe vorliegen (Mindestens 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
  • Der zu Pflegende muss durch eine private Pflegeperson (Angehörige, Freunde) mindestens 6 Monate zuvor betreut worden sein. Der Beginn der Pflegezeit wird meist mit dem Zeitpunkt der Genehmigung der Pflegestufe gleichgesetzt. (Tritt ein erneuter Fall ein, der eine Verhinderungspflege erfordert, entfällt die 6monatige Wartezeit.)
  • Wird der zu Pflegende ausschließlich über einen Pflegedienst betreut und nicht von den Angehörigen, können die Angehörigen keine Verhinderungspflege beantragen.

Während der Zeit der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege, wird das halbe Pflegegeld bis zu 4 Wochen jährlich weitergezahlt.

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